Companion Planting (deutsch: Begleitpflanzung oder Mischkultur) bezeichnet den gezielten gemeinsamen Anbau verschiedener Pflanzenarten, bei dem Begleitpflanzen die Hauptkultur vor Schädlingen schützen, Nützlinge anlocken oder die Bodenbedingungen verbessern sollen.

Einordnung #

Die Methode ist im Gemüsegarten seit Langem verbreitet und gehört zu den Grundideen des ökologischen Anbaus und der Polykultur. Statt einer Monokultur entsteht ein vielfältigeres kleines Ökosystem, in dem sich Schädlinge weniger ungestört ausbreiten. Im Cannabis-Anbau ist Companion Planting ein Baustein des integrierten Pflanzenschutzes, ersetzt aber keine regelmäßige Kontrolle.

Funktionen von Begleitpflanzen #

  • Ablenken: Fangpflanzen ziehen Schädlinge wie Blattläuse auf sich, bevor diese die Hauptkultur befallen.
  • Überdecken: Stark duftende Kräuter können Insekten die Orientierung erschweren.
  • Nützlinge fördern: Blühpflanzen bieten Nahrung für Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen, deren Larven Blattläuse fressen.
  • Boden verbessern: Leguminosen wie Klee binden Stickstoff, Bodendecker halten Feuchtigkeit.

Die Wirkung ist je nach Pflanze, Standort und Schädlingsdruck unterschiedlich stark und nicht immer eindeutig belegt.

Typische Beispiele #

BegleitpflanzeHäufig genannte Funktion
KapuzinerkresseFangpflanze für Blattläuse
Ringelblume, TagetesNützlinge anlocken, Bodengesundheit
Basilikum, DillDuft, Blüten für Nützlinge
WeißkleeBodendecker, Stickstoffbindung
Knoblauch, SchnittlauchDuft, oft gegen saugende Insekten genannt

Outdoor-Anwendung #

Seine Stärken spielt Companion Planting im Garten und auf dem Balkon aus, wo Nützlinge von außen zufliegen können. In der geschlossenen Growbox fehlt dieses Umfeld; zusätzliche Pflanzen bringen dort eher Schädlinge und Feuchtigkeit mit. Einen ausführlichen Praxisleitfaden bietet der Ratgeber Companion Planting: Natürlicher Pflanzenschutz. Wie sich Begleitpflanzen in eine Gesamtstrategie einfügen, zeigt der Beitrag Schädlingsbekämpfung ohne Chemie.