HVAC ist die englische Abkürzung für Heating, Ventilation and Air Conditioning, also Heizung, Lüftung und Klimatisierung, und bezeichnet die gesamte Technik, mit der Temperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch in einem Raum gesteuert werden.

Einordnung im Grow #

Im Grow umfasst HVAC alles, was das Klima der Pflanzen regelt. In der Growbox sind das meist einfache Einzelgeräte, in großen Anlagen integrierte Systeme mit zentraler Steuerung. Ziel ist ein stabiles Klima mit passendem VPD, typischerweise 20 bis 28 °C und je nach Phase 40 bis 70 % relative Luftfeuchte als Richtwerte.

Komponenten #

  • Heizung: Heizmatte, Heizlüfter oder Raumheizung für kalte Umgebungen.
  • Lüftung: Abluftventilator mit Aktivkohlefilter, Zuluft und Umluftventilatoren. Näheres erklärt der Eintrag Was ist ein Inline-Lüfter?.
  • Kühlung: Klimaanlage oder Kühlung über kühlere Zuluft.
  • Entfeuchtung und Befeuchtung: Luftentfeuchter in der Blüte, Luftbefeuchter bei Sämlingen und Stecklingen.
  • Steuerung: Thermostate, Hygrostate oder Klimacontroller, die Geräte nach Sollwerten schalten.

Dimensionierung und Effizienz #

Die Leistung richtet sich nach der Wärmelast: Lampenleistung, Wärme weiterer Geräte, Raumtemperatur und Luftfeuchte, die die Pflanzen abgeben. Unterdimensionierte Geräte laufen ständig am Limit, überdimensionierte takten häufig und entfeuchten schlecht. Wie große Anlagen geplant werden, zeigt der Beitrag HVAC für Großanlagen.

Klimaanlage für die Growbox #

Eine Klimaanlage lohnt sich, wenn die Abluft allein die Temperatur nicht unter etwa 28 bis 30 °C halten kann, etwa im Sommer unter dem Dach. Mobile Monoblock-Geräte sind einfach aufzustellen, blasen aber einen Teil der Wärme über den Abluftschlauch hinaus und erzeugen Unterdruck im Raum. Split-Geräte arbeiten effizienter und leiser, müssen aber fachgerecht installiert werden. In der Regel kühlt man den Raum, in dem die Box steht, und lässt die Box von dort Zuluft ansaugen. Weitere Maßnahmen gegen Hitze findest du im Ratgeber Growbox im Sommer kühlen.