SOG steht für Sea of Green („grünes Meer“) und bezeichnet eine Anbaumethode, bei der viele kleine Pflanzen dicht an dicht stehen und nach einer sehr kurzen Wachstumsphase in die Blüte geschickt werden. Statt weniger großer Pflanzen mit vielen Seitentrieben bildet jede Pflanze vor allem eine kräftige Hauptblüte. Zusammen ergeben die Spitzen ein gleichmäßiges, geschlossenes Blätterdach.
Das Prinzip #
Klassisch arbeitet SOG mit bewurzelten Stecklingen einer Mutterpflanze, damit alle Pflanzen genetisch gleich sind und gleichmäßig wachsen. Die vegetative Phase dauert oft nur ein bis zwei Wochen, manchmal wird direkt nach dem Bewurzeln auf 12 Stunden Licht umgestellt. Kleine Töpfe und eine hohe Pflanzendichte sorgen dafür, dass die Fläche unter der Lampe trotzdem vollständig genutzt wird. Seitentriebe im unteren Bereich werden meist entfernt, weil dort ohnehin wenig Licht ankommt.
Die Stärken der Methode: kurze Durchlaufzeiten, wenig Trainingsaufwand und eine gute Lichtausbeute. Die Schwächen: Man braucht viele Pflanzen, gleichmäßiges Pflanzmaterial und eine lückenlose Hygiene, weil sich Schädlinge und Krankheiten im dichten Bestand schnell ausbreiten.
SOG und der legale Eigenanbau #
In Deutschland dürfen Erwachsene am Wohnsitz höchstens drei Pflanzen gleichzeitig anbauen. Ein klassisches SOG mit oft neun oder mehr Pflanzen pro Quadratmeter ist damit im privaten Rahmen nicht umsetzbar. Mit wenigen Pflanzen erreichst du ein gleichmäßiges Blätterdach eher über Training wie SCROG, Topping oder LST. Elemente von SOG, etwa eine kurze Vegetationsphase bei kleinen Pflanzen und kompakten Boxen, lassen sich aber übernehmen. Das ist keine Rechtsberatung, prüfe die aktuelle Rechtslage selbst.
Einordnung #
SOG gehört zu den Trainings- und Anbaustrategien, bei denen es um die Frage geht: viele kleine oder wenige große Pflanzen? Eine ausführliche Erklärung mit Vor- und Nachteilen liefert der Ratgeber SOG-Methode für Cannabis erklärt. Wie ein vollständiges Setup aussieht, zeigt die Anleitung zum SOG-Setup. Verwandt ist außerdem der Perpetual Grow, bei dem mehrere Pflanzengenerationen zeitversetzt laufen.



