Topping (deutsch: Toppen oder Kappen) bezeichnet das Abschneiden der obersten Triebspitze einer Cannabispflanze, sodass sich an ihrer Stelle zwei gleich starke Haupttriebe entwickeln.
Einordnung #
Topping ist die bekannteste Technik des High Stress Trainings. Es nutzt die Apikaldominanz: Solange die Spitze intakt ist, bremst sie das Wachstum der Seitentriebe. Wird sie entfernt, übernehmen die beiden Triebe am obersten verbleibenden Nodium die Führung. Die Pflanze wird buschiger und breiter statt höher, und statt einer Hauptblüte entstehen zwei oder – bei wiederholtem Toppen – mehrere gleichwertige Blütenspitzen.
Praxisbezug #
- Zeitpunkt: In der vegetativen Phase, wenn die Pflanze gesund ist und etwa vier bis sechs Nodien gebildet hat.
- Schnittstelle: Knapp oberhalb eines Nodiums wird der neue Trieb samt Spitze mit einer sauberen, scharfen Schere oder Klinge abgeschnitten. Die beiden Seitentriebe an diesem Nodium bleiben stehen.
- Erholung: Die Pflanze braucht meist einige Tage, bevor sie sichtbar weiterwächst. Plane dafür etwa eine Woche zusätzliche Wachstumszeit ein.
- Wiederholen: Jeder neue Haupttrieb kann erneut getoppt werden. Zwischen zwei Eingriffen sollte die Pflanze sich erholt haben.
- Nicht in der Blüte: Nach der Umstellung auf 12/12 kostet Topping Ertrag, weil die Zeit zur Regeneration fehlt.
- Autoflower: Umstritten. Wegen der kurzen, festen Wachstumsphase verzichten viele Grower darauf oder toppen nur einmal sehr früh.
Topping wird häufig mit LST oder einem SCROG-Netz kombiniert, um das Blätterdach gleichmäßig zu verteilen. Ein ähnlicher Eingriff mit unvollständigem Schnitt ist das Fimming. Wie du beim Toppen Schritt für Schritt vorgehst, zeigt die Anleitung zum Toppen.




